Herzlichen Glückwunsch zum Merck-Preis!
Foto: Cordula Giese

Begründung der Jury

»Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2026 Helmut Böttiger für das Ensemble seiner klugen, beobachtungsgenauen Interpretationen der deutschsprachigen Literatur von der Nachkriegszeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Mit stupenden Kenntnissen bei gleichzeitiger Unvoreingenommenheit begegnet er sowohl dem einzelnen Buch wie dem Gesamtwerk von Autorinnen und Autoren und vermag sie im Kontext literarischer und politischer Strömungen zu verorten. Hervorzuheben sind seine Bücher über die Gruppe 47, die Literatur der siebziger Jahre, über Fritz-Rudolf Fries, Paul Celan und Ingeborg Bachmann. Ob in Rezensionen, Monografien, Epochenporträts, Reden, Essays oder Ausstellungen – in Helmut Böttiger ehren wir einen Vor-Leser, der um die Unverzichtbarkeit weiß, die literarische Erkundungen für den Einzelnen wie für die Gesellschaft haben, der Literatur auch als Erkenntnismittel begreift und sich dieser Verantwortung stellt.«