1974:
Joachim Günther
Im Mai 1974 finden die Mitglieder des Erweiterten Präsidiums für ihre Beratungen über den Johann-Heinrich-Merck-Preis 1974 auf dem »Erinnerungszettel« die Notiz: »für diesen Preis sind außer René Wellek, dessen Name schon seit langem auf der Liste steht, keine weiteren genannt worden.«
Als das Gremium sich am Nachmittag des 11. Mai diesem Preis zuwendet, begründet Horst Rüdiger noch einmal seine Gründe für diese Nominierung. Neue Kandidaten kommen hinzu: Walter Helmut Fritz nennt Gerda Zeltner (die er kurz darauf für dieses Jahr wieder zurückzieht), Horst Bienek schlägt Joachim Günther vor und Dolf Sternberger Marcel Reich-Ranicki, der, so Gerhard Storz, »uns aber noch erhalten bleibe«. Nach kurzer Diskussion findet eine Abstimmung statt, in der Günther, Reich-Ranicki und Wellek zur Wahl stehen und aus der Joachim Günther als Merck-Preisträger 1974 hervorgeht.

handschriftlichen Notizen des Generalsekretärs Ernst Johann

11. Mai 1974, Seite 6

Hans Scholz, Wolfgang Weyrauch, Dolf Sternberger, Horst Bienek,
Horst Rüdiger, Walter Helmut Fritz, Gerhard Storz, Karl Krolow

handschriftlichen Notizen des Generalsekretärs Ernst Johann

handschriftlichen Notizen des Generalsekretärs Ernst Johann

11. Mai 1974, Seite 1

11. Mai 1974, Seite 2

11. Mai 1974, Seite 3

11. Mai 1974, Seite 4

11. Mai 1974, Seite 5
Am 13. Mai bekräftigt Ernst Johann gegenüber dem frisch gekürten Merck-Preisträger Joachim Günther noch einmal schriftlich die frohe Nachricht. Günther antwortet umgehend und sichert zu, am 19. Oktober den Preis entgegenzunehmen und die gewünschte »kleine Rede« zu halten.

Im Sommer setzen dann auch die detaillierten Vorbereitungen für das Programm der Herbsttagung und die Preisverleihung ein, am Text für die Preisurkunde wird gefeilt und die Laudatoren der drei Preisträger müssen gewonnen werden. In diesem Jahr gestalten sich die Planungen der Verleihung deutlich aufwendiger, da der Bundespräsident seinen Besuch angekündigt hat und der gesamte Ablauf am Samstag darauf abgestimmt werden muss.

zur Preisverleihung am 19. Oktober 1974, Seite 3

Ernst Johann und Karl Krolow für den Urkundentext

handschriftlich darauf vermerkt: »ungültig«


zur Preisverleihung am 19. Oktober 1974, Seite 1

zur Preisverleihung am 19. Oktober 1974, Seite 2
